Zukunftsstrategie Nachhaltigkeit – Intralogistik vor Paradigmenwechsel
"Green Logistics" hat Konjunktur.
Folgerichtig lautet das Motto der CeMAT 2011 "Sustainability in Intralogistics". Auf der weltweit führenden Intralogistik- messe wird sich zwischen dem 2. und 6. Mai 2011 in Hannover alles um das Megathema Nachhaltigkeit drehen. Aussteller werden ihre innovativen Konzepte präsentieren und auf dem International CeMAT Forum werden globale Nachhaltigkeitskonzepte diskutiert.
Für Christoph Hahn-Woernle, Vorsitzender des CeMAT-Präsidiums und Sprecher des Forums Intralogistik, steht fest: "Die Intralogistik steht vor einem Paradigmenwechsel. Gefordert ist nicht mehr schneller, höher, weiter, sondern ökologische und ökonomische Effizienz."
Darin wurde er auf der Pressekonferenz des Forum Intralogistik im Februar 2010 von Wolfgang Albrecht, Mitglied des Lenkungskreises des Forum Intralogistik und Vorsitzender des Vorstandes der Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL), unterstützt: "War es früher unser Hauptanliegen, Logistikprozesse kosten- und zeitoptimal zu gestalten, so zeigt bereits heute die Popularität des Begriffes "Green Logistics", dass es weitere Optimierungsdimensionen in der Intralogistik zu berücksichtigen gilt."
Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche und deren Technologieführerschaft zu sichern, sind erhöhte Forschungsanstrengungen erforderlich. Auch das belegt die Trendstudie ,Zukunft der Intralogistik 2020+', die die Forschungsgemeinschaft IFL 2009 gemeinsam mit dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertungen (IZT) erarbeitet hat. Diese Schwerpunktsetzung findet ihren Niederschlag in den Forschungsprojekten der IFL. "Erhöhung der Energieeffizienz von Unstetigförderern durch den Einsatz moderner Faserverbundwerkstoffe" ist eines der Projekte.
Ökonomische und ökologische Zwänge beschleunigen die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte. Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sowie Elektromobilität sind hier die Schlagworte. Über nationale Investitionsprogramme und Initiativen der Bundesländer fördert die Politik die Anstrengungen der Branche. Brennstoffzellenbetriebene Schubmaststapler und Gepäckschlepper für den Einsatz auf Flughäfen sind in der Erprobungsphase.
Emissionsfreie Logistik muss keine Zukunftsmusik mehr sein. Mit dem Innovationspreis für Logistik 2010 des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) wurde unlängst das Konzept eines mit Wasserstoff betriebenen Logistikfahrzeugs prämiert. Der Clou: Der Wasserstoff wurde aus Solarstrom gewonnen.
Doch auch konventionelle Technologien sind noch nicht ausgereizt. Nach einer Studie des Verbands der Deutschen Automobilindustrie (VDA) werden in den nächsten zehn Jahren 56 Prozent der Effizienzsteigerungen auf diesem Feld entstehen.



