Werbeplakate bald in 3-D
Eine spezielle Brille, wie sie im Kino getragen wird, ist dafür nicht nötig: Die dreidimensionalen Bilder entstehen aufgrund moderner Belichtungsverfahren und können bis zu fünf Meter groß sein.
Die Bildansicht der dreidimensional leuchtenden Werbeanzeige passt sich jedem Blickwinkel des Betrachters an und ändert sich mit jedem Schritt. Bei abgebildeten Säulen etwa ist der Seheindruck beim Vorbeiflanieren ebenso, als ginge man real an ihnen vorbei. Künftig lassen sich die 3-D-Displays in industriellem Maßstab produzieren. Entwickelt haben die „Plakate“ Forscher am Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM in Freiburg gemeinsam mit Kollegen der Kieler Firma RealEyes und der Universität Kiel.
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„Die Displays funktionieren ähnlich wie die Wackelbilder, die man von Postkarten kennt“, sagt der Gruppenleiter am IPM, Dominik Giel. „Statt der Rillenfolie, die auf dem Bild klebt, verwenden wir ein Linsenarray. Es besteht aus 250.000 Einzellinsen mit einem Durchmesser von jeweils zwei Millimetern.“ Während sich die Wackelbilder nur aus einem Abstand von einer Armlänge gut betrachten lassen, sind die neuartigen Displays auch von der anderen Straßenseite deutlich zu sehen. |
Das Display liefert für insgesamt 30.000 unterschiedliche Betrachtungswinkel jeweils eine eigenständige Ansicht der Szene. Insgesamt wird in einem Quadratmeter Display eine Datenmenge belichtet, die mehr als einem abendfüllenden Spielfilm entspricht. Einen Prototypen in DIN-A0-Größe gibt es bereits. Im Laufe des nächsten Jahres könnten die ersten Werbeplakate entstehen. Sie sollen größer sein und etwa eine Fläche von drei bis fünf Metern einnehmen – übersehen wird man sie nicht.



