Werben mit Videoclips – Cliplister bringt Produktvideos in Onlineshops
Mit diesem Videoclip bewirbt das dänische Spielzeugunternehmen sein Videospiel. Solche und ähnliche Clips findet man immer häufiger in Online-Shops. Ganz stumm verharren sie neben dem gewählten Produkt – bis man den „Play“-Button drückt. Dann geht es los: Musik, Bewegung und Action flimmern über den Computerbildschirm – und die klare Botschaft „Kauf mich“.
Werben mit Produktvideos liegt im Trend und wird in den kommenden Jahren stark an Bedeutung gewinnen. Das prognostiziert eine Studie des Wirtschaftsinformationsservices eMarketer. Produkt-Clips liegen bereits auf dem sechsten Platz im Rennen um die umsatzstärkste Art digitaler Werbung – Tendenz steigend. Das Kieler Unternehmen Cliplister hat diesen Trend bereits vor Jahren erkannt und sich seit 2007 auf den Vertrieb und die Platzierung von Produktvideos in Online-Shops spezialisiert.
„Im Prinzip ist Cliplister eine E-Commerce-Video-Plattform für Online-Shops und Hersteller“, fasst Geschäftsführer Sören Schulze das Konzept in einem Satz zusammen. „Wir haben Europas größte Videobibliothek von Produktvideos aufgebaut“, sagt er. „Für 100.000 Produkte bieten wir das passende Original-Video.“ Das Spektrum der Clips reicht vom Unkrautvernichtungsmittel über Foto-Kameras bis zur aktuellen DVD. „Wir stellen Videos aller Branchen zur Verfügung“, sagt Schulze.
Die digitalen Clips bieten für Hersteller und Verkäufer viele Vorteile: Sie vermitteln Gefühle und Eindrücke genauso wie klassische Fernsehwerbung, sind aber statistisch exakter zu erfassen – und immer genau dort zu finden, wo der Kunde auch tatsächlich nach seinem Produkt sucht. „Es gibt Forschung, die zeigt, dass Bewegtbilder den menschlichen Geist mehr ansprechen als statische Bilder und Texte“, erläutert Schulze. „Eine Markenbotschaft wird stärker transportiert, ebenso Emotionen und Information.“ Deshalb steige der Verkauf. „Außerdem ist es so, dass Händler umso seriöser wirken, je mehr Informationen sie über einen Artikel zur Verfügung stellen. Das schafft Vertrauen und fördert ebenfalls den Verkauf.“ Darüber hinaus wirkt sich die Einbindung eines Videos, wenn korrekt vorgenommen, auch positiv auf das Google-Ranking aus, so dass der Shop in der Suchergebnis-Liste höher gelistet werde. „Die Wahrscheinlichkeit, mit einer Videoeinbindung bei Google auf Seite eins zu landen, ist 50 mal höher als ohne Video“, sagt Schulze. „Das, was technisch notwendig ist, damit die Videos bei Google berücksichtigt werden, bieten wir unseren Kunden bereits seit letztem Jahr.“
Für Onlineshop-Betreiber und Hersteller gibt es noch einen weiteren Vorteil: Es gibt spezielle Tools, die genau messen, wie oft ein Video abgespielt und wie lang es angesehen wurde. Über shopeigene Statistiken lässt sich auch ablesen, ob das Produkt gekauft wurde, nachdem das Video zu sehen war. „Etwa 10 bis 20 Prozent können die Verkäufe mit Hilfe der Videos gesteigert werden“, sagt Schulze. „Das ist eine seriöse Zahl, wir haben das bei verschiedenen Kunden gemessen.“
Wer als Webshop-Betreiber diese Vorteile für sein Unternehmen nutzen möchte, kann sich an Unternehmen wie Cliplister wenden. „Der Händler hat nur geringen Integrationsaufwand“, sagt Schulze. Jedes Mal, wenn im Online-Shop ein Produkt aufgerufen wird, geht eine Anfrage an Cliplister, ob dafür ein passendes Video vorhanden ist. Der Werbe-Clip wird daraufhin auf der Shop-Seite abgespielt. „Für den Kunden sieht es so aus, als sei das Video direkt im Shop hinterlegt“, erklärt Schulze. Cliplister bleibt völlig im Hintergrund. Die Produktvideos der Hersteller werden von dem schleswig-holsteinischen Unternehmen passend für das Netz aufbereitet: „Wir bereiten die Videos für das Internet auf und erfassen alle Daten von Musik bis Ablauf.“ Auch Fragen wie GEMA-Rechte werden von Cliplister geklärt „Das ist ein sehr komplexes Thema, das Onlinehändler alleine gar nicht schaffen könnten“, sagt Schulze.
Die Idee zu Cliplister stammt von Schulze, der sich vorher vor allem mit TV-Rechten beschäftigte und Olaf Birkner, der bereits im E-Commerce tätig war. Sie suchten sich zwei weitere Partner mit den Schwerpunkten Vertrieb und Technik. „Viele Online-Shops haben Tausende Artikel, ein Shop-Betreiber kann es selbst nicht leisten, alle verfügbaren Videos zu suchen und online zu stellen“, dachten sich die Jungunternehmer damals. „Vor drei Jahren gab es so eine Dienstleistung noch nicht. Die Software, auf der unsere Plattform läuft, wurde speziell für uns entwickelt und Anfang 2008 ging der erste Kunde live“, sagt Schulze. Seitdem setzen die vier Geschäftsführer den Fokus darauf, das Netzwerk auszubauen. „Mittlerweile sind uns 1000 Marken angeschlossen, wir sind bei vielen großen Onlinehändlern vertreten.“
Die Hersteller können ihre Produktvideos kostenlos einstellen. „Wir sorgen dafür, dass die Clips bei Online-Vertriebskanälen erscheinen.“ Die Hersteller können über eine spezielle Benutzeroberfläche jederzeit selbst festlegen, ob bestimmte Shops oder Clips gesperrt werden. Wenn etwa ein großer Sportwarenhersteller wie Nike mit einem Fußballer wirbt, der dann plötzlich den Verein wechselt, darf der alte Clip nicht mehr gesendet werden. Wenn dieser Clip bei jedem Online-Händler manuell entfernt werden müsste, wäre dies ein großer Aufwand. „Mit Cliplister genügt ein Klick und der Video-Werbespot wird nicht mehr ausgeliefert und somit nicht mehr angezeigt“, sagt Schulze.
Weitere Informationen: www.cliplister.com



