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Unternehmerbefragung – Mittelständler sehen Chancen in der Finanzkrise

(PA) Mehrheit der Mittelständler sieht in der Finanzkrise keine Bedrohung - 17% erwarten sogar positive Auswirkungen Eine aktuelle Umfrage der Munich Strategy Group (MSG) zeigt, dass mittelständische Unternehmen die Auswirkungen der Finanzkrise auf ihr Unternehmen als nicht sehr dramatisch einschätzen.

(PA) Mehrheit der Mittelständler sieht in der Finanzkrise keine Bedrohung - 17% erwarten sogar positive Auswirkungen

Eine aktuelle Umfrage der Munich Strategy Group (MSG) zeigt, dass mittelständische Unternehmen die Auswirkungen der Finanzkrise auf ihr Unternehmen als nicht sehr dramatisch einschätzen. Allerdings befürchten die Unternehmen einen weiteren Rückgang bei der Kreditvergabe und eine Verschlechterung im Verhältnis zur Hausbank. Der Mittelstand könnte dem durch eine Stärkung der Innenfinanzierungskraft und eine Verlagerung auf ausländische Investoren begegnen.

Die Finanzkrise nimmt immer größere Ausmaße an. Die ersten größeren Unternehmen melden bereits eine rückläufige Umsatz- und Ergebnisentwicklung und etliche Experten sprechen schon davon, dass die Krise nun in der Realwirtschaft ankomme. Es stellt sich aber die Frage, wie sich dies alles auf den Mittelstand auswirkt.

Zur Beantwortung dieser Frage hat die Munich Strategy Group (MSG) im Oktober 2008 162 mittelständische Unternehmen aus allen Branchen in einer empirischen Studie befragt. Nur eine Minderheit, 22% der Unternehmen, empfindet die Krise als tatsächliche Bedrohung, 78% fühlen sich nicht angegriffen. „Dies zeigt, dass der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft sehr robust aufgestellt ist.“, so MSG-Partner Claus Wattendrup.

Über die Hälfte der Mittelständler geht davon aus, dass sich keine negativen Auswirkungen auf ihr operatives Geschäft ergeben, 17% erwarten in Zukunft sogar positive Effekte. Allerdings steigt auch der Anteil der Unternehmen, die negative Auswirkungen in der Zukunft erwarten, und zwar von 42% heute auf 47%. Besonders exportabhängige Unternehmen befürchten einen Rückgang aufgrund der schlechten Aussichten für die Weltwirtschaft.

Während die Effekte auf das eigene Geschäft moderat eingeschätzt werden, befürchten die Mittelständler stärkere Auswirkungen auf die Vergabe von Bankkrediten. Es wird erwartet, dass sich das Verhältnis zur Hausbank weiter verschlechtert, 30% der Unternehmen erwarten einen höheren Informationsbedarf seitens der Finanzinstitute.
„In dieser Situation gewinnen die Mittelständler, die sich in den letzten Jahren von den Banken unabhängiger gemacht und die Innenfinanzierungskraft gestärkt haben.“, so der Münchner Strategieberater Wattendrup. Daher werden in der nächsten Zeit Themen wie das Working Capital Management, Sale-Lease-Back und auch das Factoring bei etlichen mittelständischen Unternehmen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.

Autoren:
Claus Wattendrup, Munich Strategy Group (MSG)
Thomas Pflugbeil, Munich Strategy Group (MSG)

Die vollständigen Ergebnisse der Studie können gegen eine Schutzgebühr von € 15,00 zzgl. MwSt. angefordert werden.

Veröffentlicht auf www.presseanzeiger.de


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