Personalentwicklung 2.0: Zur Marke werden beim Karrierenetzwerk Oxendo
Unternehmen haben ebenfalls die Möglichkeit sich zu präsentieren und gezielt nach interessanten Bewerbern zu suchen. So können sie schon im Vorfeld enge Beziehungen zu künftigen Fach- und Führungskräften aufbauen.
BusinessVALUE24 hat die Gründer des Netzwerkes, Anton Kraft und Nicolas Ullah, über Personalsuche im Internet und die Möglichkeiten von Oxendo befragt.
BV24: Welches Ziel verfolgen Sie mit Oxendo?
Ullah: Wir kümmern uns hauptsächlich um Personalförderung und Personalentwicklung. Deshalb ermöglichen wir unseren Usern, sich als Marke darzustellen. Wir zeigen nicht nur Momentaufnahmen ihrer Fähigkeiten. Sie können zeigen, wie sich ihre Qualifikationen und Fähigkeiten entwickeln oder wofür sie sich engagieren. Über verschiedene Module können sie Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften präsentieren, Referenzen und Zeugnisse zugänglich machen: So erhalten Unternehmen einen 360 Grad Blick auf die Person.
BV24: Was unterscheidet Oxendo von anderen Recruiting Portalen oder Social Media Plattformen wie Facebook, auf denen sich Unternehmen auch präsentieren können?
Ullah: Speziell für Firmen liegt der Vorteil darin, nicht nur ein Profil zu haben – wie etwa bei Facebook – sondern dass sie die Möglichkeit haben, eine eigene Seite anzulegen .Darüber hinaus ist es für Unternehmen ganz wichtig, gezielt Leute zu finden, die ins Berufsfeld passen. Oxendo spricht nicht nur Studenten an, sondern jeden der lernt. Für diejenigen, die wissen, wann sie mit ihrem Studium oder der Lehre fertig sind, ist das natürlich perfekt. Das ermöglicht auch Unternehmen langfristig zu planen und schon im Vorfeld nach geeigneten Bewerbern Ausschau zu halten. Sie können sich so gezielt ihre zukünftigen Mitarbeiter „erschaffen“, indem sie den Studenten und Auszubildenden schon vorher sagen, was sie später können müssen. Unternehmen können auch interessante Nachwuchskräfte zu Wettbewerben einladen oder zu Firmenevents.
Kraft: Auf der anderen Seite erfahren die Studenten, dass sie von einer Firma beobachtet werden. Sie haben die Möglichkeit zusätzliche Informationen auf ihrer Seite bereitzustellen und können anfangen mit diesem Unternehmen zusammenzuarbeiten: Sie wissen zum ersten Mal, warum sie welchen Kurs machen, weil sie zielgerichtet auf einen Arbeitsplatz zusteuern, der ihnen dann nicht mehr fremd ist. Das gibt ihnen Orientierung.
BV24: Wieviele Unternehmen nutzen bereits Online-Instrumente, um ihr Personal zu finden?
Ullah: Das ist eine Zahl, die sich permanent ändert. Die demographische Entwicklung motiviert dazu, auch online nach geeigneten Bewerbern zu suchen. Im nächsten Jahr verlassen die letzten geburtenstarken Jahrgänge die Schulen und spätestens ab diesem Zeitpunkt entsteht der sogenannte War of Talents. Die Firmen müssen also umdenken und das ist etwas, was momentan ganz stark passiert.
BV24: Gibt es einen Schwerpunkt in Bezug auf die Branchen?
Ullah: Nein, Oxendo ist für alle Industrien offen. Wir haben spezifische Datenbanken, in denen Jobsuchende ihre Qualifikationen angeben können. Wenn beispielsweise jemand BWL studiert, dann gibt er innerhalb seines Profils nicht nur seinen Fachbereich an, sondern auch spezielle Kompetenzen, die er bereits erworben hat, etwa Erfahrungen im Social-Media-Marketing. Er kann seine eignen Fähigkeiten auch bewerten. Anhand dieser Skills können ihn Unternehmen finden.
BV24: Wen konnten Sie für die Zusammenarbeit mit Oxendo bisher gewinnen?
Kraft: Die internationale Wirtschaftshochschule European University (EU) wird eng mit uns zusammenarbeiten. Wir werden zusammen mit den Studenten der EU einmal pro Monat einen Round-Table veranstalten, um Verbesserungen zu besprechen. Außerdem will die EU alle Studenten gemeinsam anmelden. Eine andere Organisation, mit der wir zusammenarbeiten werden, ist die Bundeswehr. Da die Wehrpflicht wegfallen wird, wird die Bundeswehr jährlich etwa 25.000 ausgebildete Handwerker einstellen – Schlosser, Schreiner und so weiter.
BV24: Wie viele Firmen haben sich angemeldet?
Ullah: Wir sind seit drei Wochen am Start und haben das Ganze noch nicht promoted. Aber es haben sich schon 15 bis 20 Firmen angemeldet, darunter etwa die Schweizer Rück. Wir konzentrieren uns am Anfang auf die Studenten, um für die Firmen eine Basis zu bieten. Deshalb kooperieren wir mit dem Studentenclub Deutschland, einem Verein mit 250.000 Mitgliedern. Das ist eine sehr wichtige Kooperation, da wir so gezielt Studenten ansprechen können. Es geht uns aber nicht nur um Studenten. Auch Lehrlinge oder Berufstätige haben die Möglichkeit, sich zu branden und eine eigene Marke zu kreieren.
BV24: Auf Oxendo werden teilweise private Daten im Internet veröffentlicht. Können die Bewerber selbst entscheiden, wem sie welche Informationen zur Verfügung stellen?
Ullah: Datenschutz ist uns sehr wichtig. Deshalb hat man immer die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob man Informationen der Öffentlichkeit zeigt oder sie nur bestimmten Firmen zugänglich macht oder für niemanden veröffentlicht. Da haben wir sehr genau definierte Möglichkeiten.
BV24: Was kostet eine Mitgliedschaft bei Oxendo?
Kraft: Für Lernende kostet es 3 Euro pro Monat. Wer gleich für das ganze Jahr anmeldet, zahlt nur 15 Euro. Bis Juli 2011 gibt es nochmal 50 Prozent Rabatt für alle, die mitmachen. Die Unternehmen zahlen 30 bis 30.000 Euro jeden Monat – je nachdem wie viele Mitarbeiter sie haben. Am Anfang verlangen wir allerdings nur bis 3.000 Euro maximal und räumen auch hier 50 Prozent Ermäßigung ein.
Weitere Informationen finden Sie auf Oxendo.com
Einige Eindrücke von der Oxendo-Webseite:






Liebe Leser, bei Fragen zu Oxendo bzw. Anmerkungen können Sie mich gerne unter nu@oxendo.com oder info@oxendo.com erreichen! Beste Grüße & viel Spaß beim Aufbau der Eigenmarke auf Oxendo! – Nicolas Ullah