Allgemeines

Mittelstand und Werbung

Alle reden von Social Media Marketing, aber Mittelständler werben wenig im Internet. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) haben großen Nachholbedarf in Bezug auf digitale Vermarktung. Das hat die Studie „Mittelstand und Werbung“ im Auftrag der telegate AG ergeben.

Demnach investieren deutsche KMU im Schnitt zwischen 1.000 und 5.000 Euro im Jahr für Marketing in eigener Sache. Meist fließen die Gelder jedoch ganz traditionell in gedruckte Werbemittel wie etwa Branchenbuch, lokale Tageszeitungen und Anzeigenblätter. Von den digitalen Möglichkeiten nutzt der Mittelstand vorwiegend Online-Branchenverzeichnisse, Suchmaschinenmarketing betreibt lediglich ein Fünftel der befragten Betriebe. Doch während die Unternehmer noch auf die traditionellen Printmedien setzen, sind deutsche Verbraucher hauptsächlich im Internet auf der Suche nach Kontaktdaten und Informationen zu Firmen und Dienstleistern in ihrer Nähe. Dennoch hat fast die Hälfte der befragten Unternehmen noch keine eigene Website. Dabei wird die Internetpräsenz von den Firmen mehrheitlich als digitale Visitenkarte angesehen. Mehr als 90 Prozent der befragten Firmen möchten mit ihrem Internetauftritt über ihr Unternehmen informieren, 83 Prozent wollen auf diese Weise im Internet Neukunden gewinnen und 70 Prozent betreiben eine Website um überhaupt im Web gefunden zu werden.

Dennoch: Die befragten Unternehmen sind offen für aktuelle Trends wie Social Media oder Bewegtbildformaten, sie nutzen die neuen Möglichkeiten aber nicht. Die Hälfte der befragten Firmen findet etwa Websites mit Videoclips interessanter als reine Text- und Bildinhalte. Aber: Die wenigsten können den heute notwendigen Kostenaufwand zur Produktion eines professionellen Videoclips realistisch einschätzen und haben daher Berührungsängste zum Werbeformat. Erst sechs Prozent der Befragten haben ein eigenes Firmenvideo, doch immerhin 40 Prozent der Betriebe wäre bereit hier zwischen 200 und 1.000 Euro zu zahlen. Bei den sozialen Netzwerken zeigt sich ein ähnliches Bild. Facebook, Twitter und Co. genießen zwar einen hohen Bekanntheitsgrad bei den Befragten. Dort registriert sind jedoch erst 26 Prozent der Firmen - und diese nutzen die Netzwerke zu 70 Prozent privat.

Fazit der Studie: Die Zeiten von „Twitter und Facebook“-Marketing sind beim deutschen Mittelstand noch in weiter Ferne – zunächst wollen die Online-Basics angegangen werden.

Quelle: telegate AG


Hinterlasse einen Kommentar