Future Company – das Unternehmen der Zukunft
Die Studie beschreibt, was Unternehmen für ihre Zukunftsfitness tun können und wie sie gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen. Im Mittelpunkt steht der Wandel zum Zeitalter der Kreativ-Ökonomie, in dem nicht mehr das Kapital, sondern die Kultur eines Unternehmens über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Die praxisorientierte Studie ermöglicht zusätzlich per Online-Fragebogen eine Typisierung der eigenen Führungs- und Unternehmenskultur in Echtzeit. Interessierte können testen, welcher Unternehmensstil in ihrer Firma vorherherrscht und welchem Typus – vom „Future Champion“ bis zum „Verirrten Performer“ – sie entspricht.
Visionärer Führungsstil gewinnt an Bedeutung
Der Unternehmer der Zukunft muss vor allem eines sein – visionär. Führung erfährt einen fundamentalen Wandel. Führungskräfte müssen heute Motivator und Integrator in Einem sein – und das nicht nur für die eigenen Mitarbeiter. Auch den aufgeklärten Konsumenten, der sich mehr und mehr zu einem selbstbewussten, aktiven „Prosumenten“ wandelt, gilt es, mit in die Wertschöpfungskette einzubinden. Wettbewerbsfähig bleiben in Zukunft nur jene Unternehmen, die mutig genug sind, neue, unbekannte Pfade zu gehen. Firmen, die sich permanente Innovation auf die Fahnen schreiben und einen Unternehmensstil entwickeln, der das Unternehmen wach hält und eine dauerhafte evolutionären Wandlungsfähigkeit ermöglicht.
Open Innovation wird zum Wertschöpfungstreiber der Zukunft
Innovationen müssen somit Bestandteil jeder Unternehmens-DNA werden. Was lange Zeit als undenkbar galt, nämlich firmeninternes Wissen Dritten zur Verfügung zu stellen, wird künftig zum Unternehmensalltag. Der Autor der Studie, Oliver Dziemba, sieht im sogenannten Open-Innovation-Gedanken den Wertschöpfungstreiber der Zukunft. Das Creative Center von Bayer MaterialScience beispielsweise gilt als Vorreiter und zeigt, wie Innovationsnetzwerke funktionieren können. In sogenannten Cross-Industry-Netzwerktreffen werden die aktuellen Forschungsergebnisse der teilnehmenden Unternehmen wie etwa Hochtief, Schindler und Henkel präsentiert. Die Kooperationspartner bekommen Einblicke, wie sie neue Denkweisen und divergentes Wissen in ihre Organisationen holen und dieses für sich gewinnbringend nutzen können. „Wie innovativ und zukunftsfähig Unternehmen in der Kreativ-Ökonomie sein werden, hängt entscheidend davon ab, wie frei das Wissen zirkulieren und der kommunikative Austausch stattfinden darf“, sagt Dziemba.
Nur motivierte Mitarbeiter schaffen das hohe Innovationstempo
Der Soft-Factor Mensch wird zur entscheidenden Schlüsselgröße und somit zum Investitionsgut Nummer eins. Diese Erkenntnis muss erst noch in den Köpfen vieler Manager reifen und als Potenzial, welches sich auch ökonomisch rechnet, erkannt werden. Aufgrund steter Veränderung und fließender Strukturen ist Unternehmenserfolg heute stärker denn je von motivierten und hochqualifizierten Mitarbeitern abhängig. Was aber sind die Beweggründe für solche Fachkräfte, sich für ein bestimmtes Unternehmen zu entscheiden? Viel stärker als monetäre Anreizen zählen der gute Ruf des Unternehmens und das soziale Engagement. Wer Leistung fordert, muss eine Perspektive im Sinne gesellschaftlicher Verantwortung bieten. Mangelnde Identifikation und Motivation führen dazu, dass Mitarbeiter keine oder nur eine geringe Bindung an den Arbeitgeber haben.
Die junge Generation will mehr Verantwortung
Kooperationsfähigkeit, emotionale Intelligenz und vernetztes Denken sind die Antriebskräfte, die die Wirtschaft vorantreiben – nicht mehr Maschinen oder Rohstoffe. Die junge Absolventen-Generation fordert Selbstständigkeit und Teamgeist ein. Der Mitarbeiter der Zukunft will überzeugt und begeistert werden. Der steigende Druck in der Arbeitswelt wird sportlich gesehen. Die neue Generation schätzt den permanenten Wettbewerb, den sie vor allem als inspirierende und kreative Zusammenarbeit begreift, so Oliver Dziemba. Sie hungere geradezu nach mehr Verantwortung und scheut diese nicht. Das heißt auch, dass über neue Organisationsmodelle nachgedacht werden muss. Die „Pyramide“ mit der klassisch hierarchischen Struktur hat ausgedient, so eine Erkenntnis der Studie. Dem Netzwerk gehört die Zukunft – und es macht bei den Unternehmensgrenzen nicht halt. Die British Broadcasting Corporation (BBC) beispielsweise ermutigt ihre Mitarbeiter dazu, in sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Jeder einzelne Mitarbeiter übernimmt selbstständig die Verantwortung für die Datensicherheit und sein eigenes Handeln. Um die Chancen dieses liberalen Umgangs mit Neuen Medien wahrzunehmen, hat das Unternehmen Social-Media-Richtlinien entwickelt und bildet seine Mitarbeiter im Umgang mit dem Web 2.0 kontinuierlich weiter.
Die Studie: Future Company – Die Zukunft der Unternehmenskulturen
Die Studie stellt in sechs Kapiteln die wichtigsten Trends und Handlungsfelder dar, mit denen sich Unternehmen in Zukunft stärker auseinandersetzen müssen. Jedes Kapitel enthält Best Practice-Beispiele und endet mit Handlungsempfehlungen für die Unternehmenspraxis. Das Schlusskapitel beinhaltet sechs zentrale Regeln, wie Unternehmen es schaffen, sich für den Weg in die Kreativ-Ökonomie von morgen fit zu machen und einen zukunftsfähigen Unternehmensstil zu entwickeln. Begleitet und ergänzt wird die Studie durch den „Future Company Check“, der vom Zukunftsinstitut in Zusammenarbeit mit der reflact AG entwickelt wurde. Mithilfe eines Online-Fragebogens, der ab dem 22.10.2010 unter www.futurecompany.de abrufbar ist, erhalten die Teilnehmer Aufschluss über den Unternehmensstil ihres eigenen Unternehmens. Der Fragebogen umfasst insgesamt 24 Fragen zu acht Themenkomplexen des unternehmerischen Handelns: Wandlungsfähigkeit, Trendsensibilität, Innovationsstärke, externe Kommunikation, interne Kommunikation, Personalentwicklung, Führungsstil und Lernfähigkeit. Die Auswertung erhalten die Teilnehmer unmittelbar nach der Befragungsteilnahme und erfahren, welcher Unternehmensstil in ihrer Firma gepflegt wird und warum Veränderungen möglicherweise sinnvoll sind.
Zum Autor der Studie
Oliver Dziemba ist Lebensstilforscher und Konsumexperte. Er hat unter anderem Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Sozialpsychologie studiert und ist seit 2006 Mitarbeiter des Zukunftsinstituts. Als Autor verschiedener Trend- und Zukunftsstudien und Chefredakteur des Zukunftsletters beschäftigt er sich regelmäßig mit den Themen Konsum, Marketing, Handel, Neue Medien, Mobilität, Arbeitskultur und neuen Zukunftsmärkten.
Die Studie kann ab dem 18. Oktober über das Zukunftsinstitut bezogen werden.
Quelle: Zukunftsinstitut, Kelkheim




Helpful blog, bookmarked the website with hopes to read more!