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Die Energiewende: Chance oder Risiko?

Auf Anordnung der Aufsichtsbehörden mussten Mitte März sieben Kernkraftwerke vom Netz genommen werden. Dadurch entfällt eine Nettokapazität von 8400 Megawatt (MW) und durch bereits geplante Revisionen werden in Kürze nochmals 6600 MW entfallen.

Durch erneuerbare Energien könne diese Leistung derzeit nicht abgefangen werden, so das Deutsche Atomforum.  Erneuerbare Energien seien teils witterungsabhängig und könnten im Grundlastbereich keine Atomkraftwerke ersetzen.

Ein Blackout werde es aber nicht geben, die Engpässe, die während der Revisionsarbeiten an den Kraftwerken entstehen, können durch Importe gedeckt werden.

Die Umweltorganisation Greenpeace hat einen ambitionierten Plan zur Energiewende vorgestellt, in dem ein Atomausstieg bis 2015 und eine vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien für 2040 angestrebt wird. Das Konzept sieht unter anderem ein striktes Energieeffizienzgesetz vor, so soll massiv Energie gespart werden.

Der Mittelstand könnte besonders von solchen Plänen profitieren. Erneuerbare Energien bieten Raum für kleinere Unternehmen die etwa Biogasanlagen betreiben, Windräder aufstellen oder Solarenergie produzieren. Aber auch die  nötigen Investitionen in höhere Energieeffizienz kann der Mittelstand für sich nutzen, Hausdämmungen, neue Heizungsanlagen oder  neue Elektroninstallationen  bieten ein Betätigungsfeld für kleinere und mittlere Betriebe.

Langfristig kann der Ausstieg aus der Kernenergie sogar ein großer Wettbewerbsvorteil für Deutschland werden: Zum einen wird Deutschland weniger abhängig von ausländischen Energieressourcen. Zum anderen könnte Deutschland - wenn es die Energiewende geschafft hat -  im internationalen Markt eine Vorreiterrolle spielen und aus seinem Fortschritt weiter Nutzen ziehen, so die Prognose von Greenpeace.

(Quellen: kernenergie.de, Greenpeace)


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