AGOF-Studie: internet facts 2008-I
Allgemeine Basisdaten zur Internetnutzung
Gemäß der internet facts 2008-I hat das Internet in Deutschland eine Reichweite von 65 Prozent, d.h. 41,99 Mio. Menschen sind im Netz (64,7 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren (64,87 Mio.)). Das Internet hat sich dabei generationsübergreifend etabliert: So ist die werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit 86,8 Prozent nahezu komplett online anzutreffen, bei den über 50-Jährigen sind es inzwischen bereits 37,4 Prozent. Zum Weitesten Nutzerkreis (WNK; Nutzung innerhalb der letzten drei Monate) zählen 63,1 Prozent der Deutschen, d.h. 40,91 Mio. Menschen.
68,8 Prozent der Internetnutzer sind seit mehr als drei Jahren im Netz, das entspricht 28,16 Mio. Menschen. Neun von zehn Surfern (92,8 Prozent) gehen von zu Hause ins Internet, ein Drittel (33,7 Prozent) am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz und weit über ein Viertel (29,5 Prozent) bei Freunden oder Verwandten bzw. woanders. Die beliebteste Art, von zu Hause aus online zu gehen, ist mit Abstand DSL, das in den eigenen vier Wänden von 68,9 Prozent der Onliner genutzt wird (ISDN: 19,6 Prozent).
Top-Aktivitäten im Internet sind unverändert die E-Mail-Kommunikation (88,9 Prozent) und die Informationsrecherche (88,0 Prozent), gefolgt vom Lesen von Nachrichten zum Weltgeschehen (64,6 Prozent).
Die breite Nutzung des Internets wirkt sich auch auf das Einkaufsverhalten vieler Konsumenten aus. Mit 97,4 Prozent (39,87 Mio.) informieren sich quasi alle Onliner im Internet über Produkte. Führend bei der Online-Recherche sind Urlaubs- und Last-Minute-Reisen, Bücher, Eintrittskarten, Hotels und Musik-CDs. Der Anteil der Online-Shopper unter den Internetnutzern liegt bei 86,0 Prozent, d.h. 35,17 Millionen Menschen haben in den vergangenen 12 Monaten Waren im Internet gekauft. Ganz oben auf der Online-Einkaufsliste stehen Bücher, Eintrittskarten, Musik-CDs, Hotelbuchungen sowie Damenbekleidung.
www.agof.de/internetfactsMehr als 80 Prozent der Unternehmen nutzen schnelles Internet
Acht von zehn Unternehmen in Deutschland nutzten im vergangenen Jahr einen schnellen Breitbandanschluss. 2006 betrug der Anteil noch 73 Prozent.
Mit dieser Zahl liegt Deutschland jetzt knapp über dem EU-Durchschnitt von 78 Prozent. Ein Breitbandanschluss ist deshalb nach Meinung des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) für Unternehmen unverzichtbar geworden.
Auch kleine und mittlere Unternehmen verfügen inzwischen über einen Breitbandanschluss (DSL). Die prozentuale Anteil bei den Unternehmen mit 10 bis 249 Mitarbeitern liegt in Deutschland bei 79 Prozent, in der EU im Schnitt bei 77 Prozent. Auch die Kleinunternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten liegen bei einem Wert von immer noch 77 Prozent, EU-weit bei 75 Prozent.
In einigen ländliche Regionen können nicht alle Unternehmen von den Netzbetreibern kostendeckend mit günstigen Breitbandanschlüssen versorgt werden.



